Die Low Whistle

Die Low whistles gehören zur Familie von Musikinstrumenten, welche die ältesten melodischen Instrumente der Welt sind. 2009 stellte sich heraus, dass es sich bei dem in einer Höhle in Deutschland ausgegrabenen Knochen eines Geiers, um eine Flöte handelte, die sich kaum von denen unterschied, auf denen man auch heute noch spielt. Auf erstaunliche 35,000 Jahre zurückdatiert – eine Zeit in der Neandertaler und Homosapiens die Erde besiedelten – ist dies das älteste bekannte Exemplar eines Musikinstruments, und bemerkenswerterweise funktioniert sie den Archäologen zufolge sogar noch.

Seit prähistorischer Zeit, hat die Flöte ihren Weg durch die Geschichte gemacht, von den Stämmen aus Papa Neu Guinea, bis hin zu den Kelten in Europa. Es ist ein Musikinstrument mit vielen Formen und einer farbenfrohen Geschichte – derart weitverbreitet hat sie in fast jeder Kultur der Welt ihre spezielle Ausprägung.

In letzter Zeit haben whistles den höchsten Bekanntheitsgrad in den Händen von keltischen Musikern erreicht – unter anderem, Irische, Scottische, Bretonische und Baskische Musiker. Davy Spillanes Darbietung als Teil des Musicals Riverdance,hat das Instrument auf ein neues Beliebtheitslevel katapulitiert. Er spielte eine Low whistle die von Bernard Overton designed und hergestellt wurde. In den wenigen Jahrzehnten seitdem die low whistle einen Anstieg an Beliebtheit genossen hat, hat jede neue Generation von Spielern und Herstellern ihr Handwerk und ihre Musik in neue Richtungen gelenkt: James McNally (Afro Celt Sound System), Brian Finnegan (Flook), Peter Morrison (Peatbog Faeries), Kevin Crawford (Lunasa), Ross Ainsley (Salsa Celtica/Treacherous Orchestra), Ali Hutton (Old Blind Dogs/Treacherous Orchestra), Fraser Fifield, Martyn Bennett and Michael McGoldrick (Capercaillie/McGoldrick). Sie alle haben der low whistle interessante neue Züge verliehen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Instrumenten und Stilrichtungen hat es die low whistle irgendwie geschafft nicht formalisiert zu werden. Es dreht sich weniger um „akzeptierete Technik“, als um eine Art von „nach dem eigenen Gefühl spielen“, und so hat es viel Charakter behalten, und stellt als Musikinstrument ein Synonym zur Folk-Musik dar.